Der Winter steht definitiv vor der Tür, und mit den kürzeren Tagen steigt das Risiko, nachts nicht gesehen zu werden.
Warnschutzkleidung besteht aus fluoreszierenden und reflektierenden Materialien, die dafür sorgen, dass du aus allen Winkeln gut sichtbar bist, egal bei welchen Lichtverhältnissen.
Welche Materialien werden verwendet?
Es ist wichtig, dass die Materialien mit fluoreszierenden Farbstoffen kompatibel sind.
Häufig verwendete Materialien sind:
- Fluoreszierendes Polyester
- Fluoreszierendes Polyamid (Nylon) - für zusätzliche Stärke
- Fluoreszierende Baumwolle - atmungsaktiver, aber weniger verbreitet
- Fluoreszierendes Modacryl - flammenhemmend
Spielt die Farbe eine Rolle?
Ja, das tut sie. Je nach Arbeitsumgebung können manche Farben effektiver sein.
Gelb
Diese Farbe fällt in städtischen oder natürlichen Umgebungen auf (ausser vielleicht in einem Rapsfeld). Sie wird häufig für Strassenbauarbeiten oder von Rettungsdiensten verwendet.
Orange
Diese Farbe sticht gegen blauen und grünen Hintergrund hervor (zum Beispiel Himmel oder Felder), was sie ideal für Arbeiten an Eisenbahnen oder Autobahnen macht.
Welcher Standard sollte beachtet werden?
Der europäische Standard für Warnschutzkleidung ist DIN EN 20471.
DIN EN 20471 unterteilt sich in 3 Klassen.
Jede Klasse erfordert eine unterschiedliche Fläche an fluoreszierendem Material und reflektierendem Material.
Bilder: Leo Workwear
Klasse 1:
Einsatz: Niedriges Risiko, langsamer Verkehr (max. 30 km/h) oder gut beleuchtete Innenbereiche wie Lagerhallen.
- Fluoreszierendes Material: Mindestens 0,14 Quadratmeter.
- Reflektierendes Material: Mindestens 0,10 Quadratmeter.
Klasse 2:
Einsatz: Höheres Risiko, Arbeit in der Nähe von mässig schnellem Verkehr (max. 60 km/h), Lager mit mehr fahrenden Fahrzeugen/Gabelstaplern, Arbeiten in der Nähe von (aber nicht auf) Eisenbahnschienen, Schrankenwärter oder Verkehrsregler.
- Fluoreszierendes Material: Mindestens 0,50 Quadratmeter.
- Reflektierendes Material: Mindestens 0,13 Quadratmeter.
Klasse 3:
Einsatz: Sehr schlecht sichtbare Situationen, schneller Verkehr (ab 60 km/h), Arbeiten auf Eisenbahnschienen, an Flughäfen, Baustellen auf Autobahnen oder in der Nähe von schnell fahrendem Verkehr.
- Fluoreszierendes Material: Mindestens 0,80 Quadratmeter.
- Reflektierendes Material: Mindestens 0,20 Quadratmeter.
Es ist schwierig, Klasse 3 mit einem einzigen Kleidungsstück zu erreichen (es sei denn, es ist ein Ganzkörperanzug). Daher ist es wichtig, in solchen Umgebungen eine Kombination aus einer Warnschutzjacke und Warnschutzhosen zu tragen.
Verschlechtert sich die Hi-Viz-Qualität über die Zeit?
Ja! Es ist wichtig, dass deine Warnschutzkleidung frei von Schmutz oder anderen Substanzen bleibt, die die Sichtbarkeit verringern könnten.
Überprüfe immer das Etikett - der Hersteller sollte angeben, wie oft das Kleidungsstück gewaschen werden kann.
Es wird empfohlen, mindestens zwei Sets von Warnschutzkleidung zu haben und diese alle drei Monate zu ersetzen.
Beeinflusst ein Logo die Klasse?
Ein aufgedrucktes oder gesticktes Logo nimmt etwas von der Fläche des fluoreszierenden Materials weg und verringert so die Sichtbarkeit. Das kann besonders bei Klasse 2 oder Klasse 3 Produkten kritisch sein.
Manche Logos können aus reflektierendem Material hergestellt werden, aber auch hier musst du darauf achten, dass der fluoreszierende Teil des Produkts nicht zu sehr reduziert wird!
Ausserdem solltest du beachten, wenn du ein Logo auf Multinormprodukte aufbringst, die auch chemische Beständigkeit oder Flammenhemmung beinhalten, dass diese Eigenschaften durch das Logo nicht negativ beeinflusst werden.
Sprich mit dem Hersteller deines Produkts, um herauszufinden, wer ein Logo anbringen darf!
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